Donnerstag, 5. April 2018    20 Uhr    Eintritt frei

 

Buchvorstellung

 

"Ich hatte nichts gegen Deutsche, nur gegen Faschisten:

die Lebensgeschichte des Ferdinand Matuszek"

 

mit den Autoren Friedhelm Schäffer und Oliver Nickel

 

Im Mittelpunkt des Buches der beiden Historiker Friedhelm Schäffer und Oliver Nickel steht der 1926 in dem  ostgalizischen Dorf Czolhanszczyzna ­ damals polnische Republik – geborene Ferdinand Matuszek.

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurde seine Heimat Galizien Juli 1941 vollständig von den Deutschen besetzt und dem „Generalgouvernement“ angegliedert. Sein Schicksal zwischen Zwangsarbeit und Deportation, zwischen grausamen Erlebnissen aber auch Erfahrungen von Menschlichkeit und Solidarität werden in der Veröffentlichung sensibel beschrieben. Die Lebenserinnerungen des Ferdinand Matuszek, der 2014 88-jährig im Kreis Minden verstarb, stehen im Kontext einer gründlichen historischen Untersuchung im Mittelpunkt des Buches

 

Zu den Autoren:

Friedhelm Schäffer – Lehrer für Geschichte, Mitarbeiter an der NS-Gedenkstätte Wewelsburg, ehrenamtlich auch an der Gedenkstätte Stalag 326 VI K Senne.

Oliver Nickel – Historiker, Geschäftsführer der Gedenkstätte Stalag 326 VI K Senne in Schloß Holte-Stukenbrock

 

Das Buch bildet die Basis für das Solotheaterstück „Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht“, gespielt von dem Schauspieler Michael Grunert, Regie: Regina Berges, das in Bielefeld am  7. April im Theaterhaus „TOR 6“ , Hermann-Kleinewächter-Str. 6, Bielefeld, uraufgeführt wird.

Donnerstag,  12. April 2018    20 Uhr    Eintritt frei

 

Vortrag und Gespräch

 

Was ist Gemeinwohl-Ökonomie?

 

mit Jan Spatzl, Bielefeld

 

"Gemeinwohl-Ökonomie" bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist.  Die Gemeinwohl-Ökonomie ist auf wirtschaftlicher Ebene eine lebbare, konkret umsetzbare Alternative für Unternehmen verschiedener Größen und Rechtsformen.
Der Zweck des Wirtschaftens und die Bewertung von Unternehmenserfolg werden anhand gemeinwohl-orientierter Werte definiert.

Auf politischer Ebene soll sie ein Motor sein für rechtliche Veränderung. Ziel des Engagements ist ein gutes Leben für alle Lebewesen und den Planeten, unterstützt durch ein gemeinwohl-orientiertes Wirtschaftssystem. Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sind dabei die zentralen Werte.

Auf gesellschaftlicher Ebene schließlich eine Initiative der Bewusstseinsbildung für Systemwandel, die auf dem gemeinsamen, wertschätzenden Tun möglichst vieler Menschen beruht.Die Bewegung gibt Hoffnung und Mut und sucht die Vernetzung mit anderen Initiativen. Sie versteht sich als ergebnisoffener, partizipativer, lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung.

(aus:  https://www.ecogood.org/de/vision/)

 

Der Bielefelder selbstständige IT-Unternehmer Jan Spatzl ist Mitgründer der seit November 2015 aktiven „Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe Bielefeld“. Er ist in diesem Zusammenhang auch überregional aktiv.

Dienstag, 24. April 2018,   20 Uhr     Eintritt frei

 

Vortrag und Gespräch

 

"Feiern ohne oben. Weltlich-humanistische Festkultur"

 

mit Henrike Lerch, Wuppertal

 

Eine Veranstaltung des Humanistischen Gesprächskreises Bielefeld

 

Die meisten Feiertage in Deutschland haben religiösen Charakter. Aber wie sieht eine Festkultur aus, wenn sie jeden Bezug zu einer höherstehenden Macht ausschließt? Was feiern ungläubige Menschen – und wie? Eine humanistische Feierkultur steht vor dem Dilemma, dass sie einerseits um die Gemeinschaft stiftende Funktion von Festen weiß, andererseits die Form selbstbestimmt sein soll, weil sich in individueller Freiheit ein zentraler humanistischer Wert spiegelt.
Diskutiert wird die Frage, was und wie ohne die Huldigung einer höheren Macht gefeiert werden kann, mit Blick auf Lebensfeiern und Festen im Jahreszyklus. Wir fragen uns u.a.: Wie feiern diesseitig orientierte Menschen Weihnachten? Wie heiratet man auf ungläubig? Und ist die Jugendfeier nur eine gottlose Konfirmation, oder ein eigenständiges Fest? Ein Impulsreferat wird Henrike Lerch (Wuppertal) geben.

 

Henrike Lerch (M.A.) studierte Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften in Darmstadt, Berlin und Paris. Arbeitete als Lehrbeauftragte in Wuppertal und wissenschaftliche Mitarbeiterin in Landau an einer Arbeit zur Philosophie vom Menschen her, bei der die Philosophische Anthropologie Helmuth Plessners mit der Kulturphilosophie Ernst Cassirers in Dialog tritt.

 

Der Humanistische Gesprächskreis ist eine Gruppe Bielefelder Humanistinnen und Humanisten. Unser Ziel ist es, humanistische Perspektiven in einer breiteren Öffentlichkeit zugänglicher zu machen. Einmal im Quartal treffen wir uns mit Interessenten und diskutieren aktuelle Fragestellungen aus humanistischer Sicht. Dabei suchen wir eine Mischung zwischen persönlichem Austausch und der Suche nach gesellschaftlichen Handlungsmöglichkeiten.