Veranstaltungen im Februar 2016

Mittwoch 3. Febr. 2016    20 Uhr

Krimizeit bei mondo

Krimilesung mit Achim Kuhlmann, Halle /W.

Auf Lüge und Tod  - Ein Historischer Kriminalroman

 

Preußen im Jahr 1726. Der junge Johann Schwertfeger wird in einen Mordfall verwickelt. Von nun an ist er auf der Flucht vor dem Bielefelder Vogt, denn dieser muss fürchten, dass Johann im Besitz einer brisanten Akte sein könnte. Man presst ihn in die Leibgarde des alten Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., denn Johann hat das Gardemaß von über fünf Fuß Körperlänge. Schließlich macht man ihn sogar zu einem Agenten am königlichen Hof in Berlin, um den Kronprinzen Friedrich auszuspionieren und eine Allianz mit England zu verhindern. Als falscher Graf muss er sich entscheiden, auf wessen Seite er steht. Für Johann wird die Angelegenheit zu einem gefährlichen Spiel auf Lüge und Tod ... Ein Kriminalroman um den jungen preußischen Kronprinzen Friedrich, den man später den Großen nennen wird. Liebe, Verrat, Tod und Intrigen am Hofe der Hohenzollern.  So spannend kann Geschichte sein.

„Auf Lüge und Tod verbindet historische Tatsachen mit einer packenden Erzählung. Die Hauptfigur des Romans, der junge Johann Schwertfeger, gerät von einem Abenteuer ins nächste. Diese spannenden Abenteuer sind einerseits interessant für Leser aus dem Raum Bielefeld, da sie die Handlungsschauplätze des Romans kennen. Ab der Hälfte des Romans verlässt die Hauptfigur jedoch den lokalen Raum und mischt dann auf ganz hoher Ebene mit, am Königshaus. (...) Weder trocken noch langatmig.“ (aus einer Rezension)

Mittwoch, 10. Febr. 2016  20 Uhr

Leseabend 

Coriolanus -  Elisabethanisches Theater in der Postmoderne

mit der autonomen Theatergruppe   „The Poise“ aus Bielefeld

 

Der Todestag des englischen Dramatikers William Shakespeare jährt sich in diesem Jahr zum 400sten Mal. Diese Veranstaltung und das Theaterstück an der Universität bildetn einen Bielefelder Auftakt des Shakespeare Jahres.

 

Es sind unstete Zeiten in der römischen Republik. Die öffentlichen Kornspeicher sind leer, die Menschen hungern. Roms Getreide lagert in den privaten Kornspeicher der oberen Zehntausend – den Patriziern. Die ohnmächtige Masse will sich ermächtigen – die Machtelite will ihre Macht nicht teilen. Der frühe römische Stadtstaat und Latium werden zur Bühne einer materialistisch-gesellschaftlichen Spannung, die nicht nur die Antike durchzog. Die lauten Forderungen der Öffentlichkeit an die Politik, deren mögliche Reaktionen und die Konsequenzen für die Öffentlichkeit sind für uns alle heute Alltag. Die Rolle des Militärs als Instrument zwischen Öffentlichkeit und Politik verkörpert Caius Martius, ein stolzer römischer Feldherr, der mit der Eroberung der verfeindeten Stadt Corioles – der Heimat der Volsker - die innenpolitische Situation glättet. Dieser Triumph verschafft ihm nicht nur den öffentlichen Namen "Coriolanus", sondern auch den Plan der Patrizier, ihn – den nicht nur körperlich vernarbten Soldaten – zum Konsul zu machen. Durch die populistischen Provokationen der beiden Volkstribunen Brutus und Sicinius kippt die Wahl und Coriolanus wird aus Rom verbannt. Er schließt sich den Volskern an, um Rache an Rom zu nehmen.

 

Die autonome Theatergruppe "The Poise" führt in der letzten Februarwoche Shakespeares Politische Tragödie zwischen englischer Theatertradition und Postmoderne in der Universität Bielefeld auf.  Die  SchauspielerInnen stellen die zentralen Themen des Stückes wie Politik, Krieg und Geschichte vor, die sie bei ihrer individuellen Charakterarbeit begleiten. In der Diskussion mit dem Publikum werden die Literatur und die Inszenierung für die interessierte Allgemeinheit geöffnet.

Coriolan-Leseabend.pdf
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Donnerstag, 18.3.2016  20 Uhr

Buchvorstellung

Antifranquistischer Kampf und das Erbe des Bürgerkrieges

- Die spanische Arbeiterbewegung nach 1939

mit dem Autor Alexandre Froidevaux, Berlin

 

    Im Jahr 2016 jährt sich der Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges zum 80. Mal. Für die spanische Linke war der Konflikt ein einschneidendes Ereignis.  Die verschiedenen Strömungen der spanischen Arbeiterbewegung machten sich vielfältige Geschichtsbilder vom

Bürgerkrieg: soziale Revolution versus Konterrevolution, Schlacht gegen den Faschismus, Unabhängigkeitskrieg.  Die Erinnerungen an die Jahre 1936-1939 prägten ihre Identitäten in den Jahrzehnten danach. Die innerlinken Kämpfe der Bürgerkriegszeit belasteten jedoch den Widerstand gegen die Franco-Diktatur.

   Alexandre Froidevaux legt nach jahrelanger Erforschung spanischer Quellen und Archive erstmals eine übergreifende Erinnerungsgeschichte der spanischen Arbeiterbewegung vor: ausgehend vom Bürgerkrieg über die Zeit des Franquismus bis hin zur «Transición» (1975-1982), der Zeit des Übergangs zur Demokratie. Er analysiert geschichtspolitische Debatten, die linken Opfererinnerungen, wie die Linken durch Rückbezug auf die Vergangenheit politische Identitäten ausbildeten und wie sich diese wandelten.

   

    Das Buch ist auch eine politische Geschichte der spanischen Linken von 1936 bis 1982. Der Autor stellt die wichtigsten Diskussionen und Entwicklungen des Antifranquismus dar. Er beschreibt das Zustandekommen der politischen Kompromisse der "Transición", ohne die das heutige Spanien nicht zu verstehen ist.

Buchvorstellung-Froidevaux.pdf
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