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Montag, 11.Juli 2016  20 Uhr   Eintritt frei

 

Flucht, Krieg und Militärpolitik

 

Vortrag und Diskussion

mit Claudia Haydt, Tübingen,

Soziologin und Vorstandsmitglied der "Informationsstelle Militarisierung e.V."

(www. imi-online.de)

 

Weiterhin verlieren Tausende Flüchtende ihr Leben im Mittelmeer - je ausgefeilter die Abschottung der EU-Staaten wird, desto gefährlicher werden die Routen der Fliehenden. Gleichzeitig werden zahlreichen Kriege „befeuert“ durch Waffenexporte auch aus Deutschland. Unter dem Vorwand der Fluchtursachenbekämpfung werden dubiose Deals mit diktatorischen und unterdrückerischen Regimen geschlossen. Was im Ergebnis weitere Fluchtursachen schafft. Türkei, Sudan und Ägypten sind dabei leider nur die Spitze des Eisbergs.

Die militärischen Interventionen der NATO-Staaten im Irak, in Afghanistan. Libyen, Mali ... haben ganze Regionen destabilisiert. Dennoch setzen die reichen Industriestaaten nach wie vor auf Militär als Mittel der Außenpolitik. Die NATO rüstet auf ihrem Gipfel in Warschau sogar für vermehrte Kriegseinsätze und die Bundeswehr wird wieder größer, kauft mehr Panzer und verschlingt immer mehr Ressourcen. So werden perspektivisch noch mehr Fluchtursachen geschaffen, die wohl mit noch mehr militärischer Abschottung beantwortet werden.

Die Referentin, wird erläutern, was die Interessen hinter dieser unmenschlichen Politik sind und welche konkreten Schritte Bundeswehr und NATO zur Zeit planen. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie diese Entwicklungen aufgehalten werden können und wie solidarische Flüchtlingspolitik sowie  ehrliche Friedens- und Entspannungspolitik aussehen könnte.

Klar ist: Wer Elend in der Welt schafft, muss sich nicht wundern, wenn das Elend hier an die Tür klopft.