Mittwoch, 28. Juni 2017,  20 Uhr.

 

"Von Athen lernen?"

 

documenta 14 in Kassel - erste Eindrücke, Positionen, Bewertungen

 

Kunstgespräch mit Dr. Irene Below, Kunsthistorikerin aus Werther

 

Am 10. Juni öffnete die diesjährige 14. Documenta in Kassel ihre Tore. Die alle fünf Jahre laufende Ausstellung für zeitgenössische Kunst findet  2017 seit 4. April für genau 100 Tage in Athen und damit sich überschneidend  wie üblich 100 Tage in Kassel statt. Kuratiert wird die Ausstellung von Adam Szymczyk, der bisher als Chefkurator der Kunsthalle Basel arbeitete. Er gilt als intellektueller Kopf, ist eher das Gegenteil eines Selbstdarstellers und sieht die Aufgabe zeitgenössischer Kunst durchaus in der gesellschaftlichen Intervention – mit Schwerpunkten auf installativen Arbeiten, Performances, Musik. Das Konzept sieht also gesellschaftsbezogene Gegenwartskunst vor, Themen wie die Situation von Geflüchteten finden ihren Platz ebenso wie die Frage nach Raubgut und Restitution und die Rolle von künstlerischen Praktiken bei der Selbstbehauptung indigener Bevölkerungsgruppen.

Anders als sonst liegt der örtliche Schwerpunkt der Documenta 14 neben den traditionellen Ausstellungsorten wie Fridericianum, documenta-Halle, Neue Galerie oder Friedrichsplatz in diesem Jahr in der strukturschwachen Kasseler Nordstadt.

Einen ersten Eindruck davon, in welcher Weise sich der konzeptionelle Anspruch in Athen und Kassel wiederfindet und welche zeitbezogenen Inhalte in diesem Jahr präsentiert werden, vermittelt die Kunsthistorikerin Irene Below.

 

www.irenebelow.de