Dienstag,  18. Juni 2013  20.00 Uhr

 

Zeit für Bewegung! Rückblick auf Blockupy 2013

Es ist eine entscheidende Zeit: Die Krise nimmt kein Ende, mit immer
drastischeren Maßnahmen wird versucht, den Kapitalismus auf Kosten der
Lohnabhängigen zu sanieren. Es wird viel davon abhängen, ob es den
antikapitalistischen Kräften Europas gelingen wird, einen gemeinsamen
solidarischen Widerstand aufzubauen, oder ob die Krise mit ihren
skrupellosen „Sparmaßnahmen“ zum Normalzustand wird. Die Blockupy
Proteste könnten ein Schritt in Richtung einer solchen Bewegung sein.
Diesen Eindruck scheint auch der Staatsapparat zu haben, wenn er völlig
offen und ohne sich in der Rechtfertigungspflicht zu sehen eine bunte
Demo mit ca. 15.000 Teilnehmenden sofort nach ihrem Start aufhält und
stundenlang mit Knüppelschlägen und Pfefferspray eindeckt. So
unverhohlen wird die freie Meinungsäußerung unterbunden, dass sogar die
FAZ, die noch letztes Jahr die Blockupy-Protestierenden als „Kriminelle“
und „Chaoten“ diffamierte, von Polizeigewalt gegen friedlich
Demonstrierende spricht. Scheinbar nehmen die politisch Verantwortlichen
also einen Imageverlust bewusst in Kauf, um Bilder eines bunten
antikapitalistischen Protests vor der EZB zu verhindern. Können wir
daraus schließen, dass wir das richtige Ziel für unseren Protest gewählt
haben? Wird die gemeinsame Betroffenheit von Repression den Zusammenhalt
der verschiedenen linken Gruppierungen stärken? Lässt sich die
strömungsübergreifende Solidarität auch nach den Aktionen
aufrechterhalten? Welche Chancen und Gefahren bieten solche großen
Bündnisse? Wie sieht eine angemessene Form des Widerstands aus? 

Mit
diesen und anderen Fragen werden drei Aktive einen Rück- und Ausblick
für die diesjährigen Blockupy-Aktionstage bieten.
Blockupy_KuU.pdf
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Dienstag   25. Juni 2013   20.00 Uhr 

 

Ich revoltiere also sind wir  -  Zur Aktualität von Albert Camus

 

Vortrag von

Prof. Dr. Brigitte Sändig, Berlin

  

 

Die Berliner Romanistin Prof. Dr. Brigitte Sändig stellt anlässlich des 100. Geburtstages des französischen Schriftstellers Albert Camus die wesentlichen Züge seines Denkens und literarischen Schaffens vor. Vor allem die literarische Verarbeitung seiner Zeit und seiner politischen Positionen stehen im Mittelpunkt des Abends. Ebenso die philosophischen Essays und seiner unterschiedliche Rezeption in Ost und West.

Dieser Vortrag ist die Eröffnung einer Veranstaltungsreihe zur Aktualität des Denkens von Albert Camus. Bitte beachten Sie für Hinweise auf diese Reihe die Ankündigungen in der Presse und auf der m o n d o Webseite.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung NRW e.V.

 

Eintritt frei

Sändig über Camus.pdf
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