Freitag, 9. März 2018   20 Uhr   Eintritt frei, Spende beim Ausgang

Eckhard Radau: Sterne der Satire

 

Kabarett-Hits und satirische Schmankerln aus drei Jahrhunderten

Seit über 35 Jahren steht Eckhard Radau mit seinen literarischen Kleinkunstprogrammen auf der Bühne, meistens mit dem Jazzpianisten
Benny Düring.

Am 9. März kommt er allein in die Buchhandlung Mondo, liest und spielt
Kabarett-Hits und satirische Schmankerln aus drei Jahrhunderten.

Von Goethe bis Gernhardt, von Heine bis Hildebrandt begibt sich Radau auf
eine amüsante Reise durch die Literatur. Zu Wort kommen außerdem Lessing, Herwegh, Ringelnatz, Kästner, Tucholsky, Grünbaum, Löhner-Beda, Beltz, Ekenga,
Jonas - und natürlich gibt es auch ein Portiönchen Radau.

Mittwoch, 14. März 2018  20 Uhr    Eintritt frei

 

Buchvorstellung und Lesung

 

Die Bielefelder Malerin Elisabth Lasche liest aus ihrem Buch "Stubenflieger"

 

 

2011 wurde bei Mondo das neu erschienene Werkbuch mit Mit beiden Beinen fest in der Luft Malerei und Texten von Elisabeth Lasche vorgestellt. Malerei betreibt die Bielefelder Künstlerin kontinuierlich seit ihrem Studium der Visuellen Kommunikation in Mainz, das sie 1979 erfolgreich abschloss. 2017 erschien ihr erstes Buch Stubenflieger mit kurzen Betrachtungen, Reflexionen und Geschichten im KunstSinn Verlag Bielefeld. Sie wird es am 14. März 2018 nun auch bei Mondo vorstellen.

 

"Neue Westfälische" vom 20.7.17:

Elisabeth Lasche und ihre vielschichtigen Bilder sind in der Kunstszene der Stadt seit langem kein unbeschriebenes Blatt mehr. Dass die Künstlerin jedoch ergänzend zu ihren gemalten Geschichten seit 2002 regelmäßig zu Papier und Stift statt zur Farbtube greift, um in Worten festzuhalten, was sie in ihrem alltäglichen Leben bewegt, dürfte bislang weniger bekannt sein. Mit den 30 essayistischen Miniaturen, die sie nun unter dem genialen Titel "Stubenflieger" in einem vom KunstSinn-Verlag schön gestalteten Buch versammelt hat, wird sich das ändern.“ – „Denn der 1953 als Jüngste von drei Kindern in Göttingen geborenen und in einem turbulenten evangelischen Pfarrhaus aufgewachsenen Malerin ist es durchaus ernst mit dem Schreiben. So humorvoll, ironisch, komisch-verzweifelt sie auch selbst in ihrem Debüt mit den ersten Gehversuchen in der neuen Kunst umgeht. Parallelen zu ihrer Malerei lassen sich dabei ohne weiteres erkennen. Gefühl für Rhythmus, Liebe zum Detail und Bewusstsein für den Wert aller Dinge zum Beispiel. Und dass es keinen Mittelpunkt gibt in den Geschichten, die passierten und nicht phantasiert sind. Das verleiht ihren ganz unterschiedlich temperierten Reflexionen über das Leben als Frau und Freundin, Mutter und Malerin, Bielefelderin und politisch sozialisierter Mensch mit Zweifeln und Widersprüchen die notwendige Offenheit, um über das Persönliche hinaus Wiedererkennungswerte beim Lesenden zu schaffen.“

Text: Antje Dossmann

Dienstag, 20. März 2018   20 Uhr   Eintritt frei

 

Buchvorstellung, Vortrag und Gespräch

 

Charakter und Funktion der AfD -

Zu einer linken Strategie gegen ihre falschen Antworten

 

Mit dem Autor und Publizisten Manfred Sohn

(Ehem. Landesvorsitzender der niedersächsischen Linkspartei)

 

Die Verunsicherung über weltweite Regionalkriege, über wirtschaftliche Krisen und

aktuelle Fluchtbewegungen ist groß. Bei den politischen Erklärungen liegen nationalistische Positionen momentan im Trend. Ein Blick über den nationalen Tellerrand zeigt, dass dies nicht allein ein deutsches Thema ist.  In Schweden, Polen, Österreich, in Frankreich oder Italien, überall drückt sich die Ratlosigkeit in steigenden Wählerzahlen für rechte Parteien aus. Nationalistische Positionen und menschenfeindliche Abschottungsvisionen sind aber falsche Antworten auf die gegenwärtige Krise des Kapitalismus, auf Migration und Flucht.

Der Aufstieg der Rechten und Rechtsextremen in Deutschland oder auch im übrigen Europa ist nur zu begreifen, wenn der Charakter der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus begriffen wird. Einer marxistischen Analyse und Theorie ist seit Marx nicht unbekannt, dass sich in den weltweiten Krisen und Kriegen deutliche Tendenzen von Zusammenbruch und Selbstzerstörung des Kapitalismus abzeichnen. Es gibt Anzeichen dafür, dass dieser an seiner eigenen Produktivität ersticken wird und auf seine »innere Schranke« stößt.

In seinem Buch " Falsche Feinde. Was tun gegen die AfD? Ein alternativer Ratgeber "

untersucht Manfred Sohn Entstehung und Werdegang der AfD. Er wirft einen Blick auf ihre Wählerbasis und auf die bislang hilflosen Gegenstrategien der bürgerlichen Parteien ebenso wie auf die Positionen der Linkspartei und der Grünen dazu.

Zur Wiedererlangung einer linken Hegemonie ist für Manfred Sohn eine sachgerechte - für ihn: marxistische - Beurteilung der heutigen Krise notwendig, ebenso wie die Formulierung einer überzeugenden gesellschaftlichen Alternative. Er ist sich sicher: den Ausweg aus einer drohenden neuen Barbarei kann nur ein neuer linker gesellschaftlicher Großentwurf, ein neuer Sozialismus bilden. Anders als derjenige nach 1917 könne dieser aber nicht in hohem Maße zentralisiert sein. Ausgehend von den heutigen wirtschaftlichen und technologischen Bedingungen müsse er vielmehr dezentrale Formen annehmen und die Macht an demokratisch gewählte Räte in den Betrieben und Kommunen übergeben.

Manfred Sohn sieht Ökonomie, Gesellschaft und Staat vor einem Epochenbruch.

Er versucht, Absprung- und Zielpunkt zu bestimmen.

 

Dr. Manfred Sohn, Politikwissenschaftler und Publizist,

Ehem.-Landesvorsitzender der Partei Die Linke in Niedersachsen

 

 

Seine letzten Bücher zum Thema:

-   Der dritte Anlauf: alle Macht den Räten. Köln 2012.

-   Am Epochenbruch. Varianten und Endlichkeit des Kapitalismus. Köln 2014.

-   Falsche Feinde. Was tun gegen die AfD? Ein alternativer Ratgeber, Hamburg 2017,

 

Veranstalter:  

Rosa Luxemburg Club Bielefeld mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung NRW e.V.