Eine Veranstaltung des Rosa Luxemburg Clubs, Bielefeld,

im Rahmen der Bielefelder Brecht Tage 2016

 

Dienstag, 8. Nov. 2016  20 Uhr       im mondo     Eintritt frei    

 

VORTRAG und GESPRÄCH

Bertolt Brechts Konzept des Eingreifenden Denkens

 

Prof. Dr. Ingrid Gilcher-Holtey, Universität Bielefeld

 

        Bertolt Brechts  ureigenstes Tätigkeitsfeld war das Theater. Er war Theater- macher und -theoretiker. Als intellektueller Kopf seiner Zeit entwickelte er eine entschiedene Vorstellung davon, was seine Rolle in der Gesellschaft sein könne.

Im Konzept des Eingreifenden Denkens verallgemeinert er diese Sicht auf die Aufgaben des Intellektuellen. Brecht entwickelte darin eine Interventionsstrategie, die Künstlern und Intellektuellen einen Weg zur Veränderung gesellschaftlicher Strukturen aufzeigen will. Der Zweck solle eine intellektuelle Gegenmachtbildung sein. Die beabsichtigte Veränderung von Einstellungen, Verhaltensdispositionen und politischem Handeln zielte darauf, die "heutige Welt" als eine gewordene, "eine veränderbare Welt" darzustellen. Dabei betonte er stets die Autonomie des künstlerischen Feldes. Diese Brechtsche Positionsbildung und -bestimmung stand oft im Gegensatz zu Forderungen nach entschiedenerem parteipolitischem Engagement, die von Seiten der wichtigsten Organisationen der kommunistischen Arbeiterbewegung, der KPD und später der SED, an ihn herangetragen wurden.

       Dem schwierigen und widersprüchlichen Prozess der intellektuellen Arbeit Brechts zu diesem Thema widmet sich der Vortrag von Ingrid Gilcher-Holtey, Zeithistorikerin an der Uni Bielefeld.

 

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Sonntag, 20. November, 15 Uhr  Eintritt frei

 

In diesem Jahr hat sich das mondo verstärkt mit feministischen Themen auseinandergesetzt. In einer gemeinsamen Initiative mit aktiven Gruppen und Institutionen aus Bielefeld laden wir zum ersten Termin einer neuen Veranstaltungsreihe:

 

Gemeinsam in Bewegung

 

5 Jahrzehnte Feminis*men – Ein Stadtspaziergang durch Bielefeld

 

Bielefeld verfügt über eine aktive und vielfältige feministische Szene. Mit einem Spaziergang zu prägnanten und spannenden Orten dieser Bewegung, laden wir alle interessierten Menschen ein, nicht nur heutiges zu erleben, sondern auch einen Blick in die Historie der Bewegung zu werfen. Ob feministischer Buchladen, Frauen*cafés oder Kunstszene, zusammen möchten wir zeigen: Feminis*mus ist vielfältig und Bielefeld seit den sechziger Jahren wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Teepausen und ein Abschlusssnack ergänzen unseren City Walk.

 

Treffpunkt/Start: 15 Uhr am Belzett, Sudbrackstr. 36 A

Dauer: ca. 2 ½ bis 3 Stunden

Ankunft: Künstlerinnenforum, Stapenhorststr. 73

 

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Donnerstag, 24. November 2016     20 Uhr      bei mondo     Eintritt frei

 

ILLUSTRATIONEN und BÜCHERGILDE

 

Herrndorfs Tschick – Vom Kultroman zum illustrierten Reisetagebuch

 

Ein grafischer Road-Trip mit der Bielefelder Illustratorin Laura Olschok

 

Von der ersten Idee bis zur fertigen Grafik: Tauchen Sie ein in die phantastische Welt der Büchergilde-Illustration. Die diesjährige Gestalterpreisträgerin Laura Olschock hat den literarischen Road-Movie Tschick ausdrucksstark bebildert und erzählt  von der besonderen Herausforderung einen Bestseller zu illustrieren. Anhand vieler Skizzen und Grafiken berichtet sie von ihrer Leidenschaft und nimmt uns mit in die Welt der Jugendlichen Maik und Tschick, die mit einem geklauten Lada den Sommer ihres Lebens erleben.

Tschick von Wolfgang Herrndorf hat sich bis heute in Deutschland über 2 Millionen Mal verkauft, ist Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises, wurde in über 30 Theatern inszeniert und läuft zur Zeit in den deutschen Kinos.

Laura Olschok wurde 1987 in Frankfurt am Main geboren. Nach ihrem Fachabitur in Frankfurt studierte sie zunächst Architektur in Darmstadt und widmet sich seit 2012 dem Studium des Kommunikationsdesigns in Bielefeld. 2016 wurde Laura Olschok für ihre Illustrationen zu Tschick mit dem Gestalterpreis der Büchergilde ausgezeichnet.

Die Büchergilde Gutenberg ist einer der wenigen Verlage in Deutschland, die die Tradition der Buchillustration pflegen. Für die Suche nach begabtem Illustrations-Nachwuchs hat die Büchergilde 2002 den Gestalterpreis ins Leben gerufen. Die Ausschreibung wird als Projektseminar an einer passenden Hochschule angeboten, innerhalb eines Semesters entstehen Konzept und Motive zum Text.
 

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Mittwoch, 7. Dezember 2016    20 Uhr     bei mondo     Eintritt frei

(Die Krimilesung vom vergangenen November - dafür gibt es keine weitere im Dezember)

"Der Mordfall Franziska Spiegel"

Krimilesung mit dem Autor  Norbert Sahrhage