Lesung

 

Dienstag, 14. Nov. 2017      20 Uhr   Eintritt frei

 

Den Alltag erhellen mit Literatur

 

mit Autorinnen und Autoren des Literaturmagazins Tentakel.

 

Es lesen: Sibylle Prins Artur Rosenstern und Birgitta M. Schulte

 

Moderation Peter Bornhöft

 

Das Bielefelder Literaturmagazin Tentakel feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Dieses kleine Jubiläum begeht die Redaktion standesgemäß mit einer Lesung in der Buchhandlung und Galerie Mondo am Dienstag, den 14. November um 20 Uhr.

 

Es erwartet Sie ein buntes Kaleidoskop verschiedenartiger Texte, ein erfrischender Mix aus Lyrik und Prosa, kontrastreich und leichtfüßig, heiter und tiefsinnig.

Drei Tentakel-Autoren/innen werden mit ihren Texten den Abend gestalten.

Freuen Sie sich auf einen kontrastreichen Abend mit Lyrik und Prosa live sowie die anschließende Möglichkeit mit den Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen.

(Details zu den AutorInnen am unteren Ende dieser Seite)

 

Eine Kooperation der Tentakel-Redaktion, der Gesellschaft für Literatur in NRW und der Buchhandlung mondo.

 

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Vortrag

 

Donnerstag, 23. Nov. 2017   20 Uhr    Eintritt frei

 

Die russische Oktoberrevolution 1917 – Geschichte, Kritik, Bedeutung

 

mit Dr. Gerald Munier, Bielefeld

Eine Veranstaltung von:  Rosa Luxemburg Club, Bielefeld

 

Wenn sich ein historisches Ereignis wie die Oktoberrevolution in Russland zum 100. Mal jährt, ist es sinnvoll, sich zunächst noch einmal den Prozess als solchen in Erinnerung zu rufen.  Wieso war es überhaupt möglich, dass sich in einem so rückständigen Land wie dem damaligen Russland eine linksradikale politische Partei wie die Bolschewiki durchsetzen und den Sozialismus ausrufen konnte? Wie standen die Chancen, den revolutionären Weg fortsetzen zu können, nachdem in den führenden westlichen Industriestaaten nach dem Ersten Weltkrieg überall bürgerlich-demokratische Kräfte an die Macht gelangten, die dem Sozialismus eher feindlich gegenüberstanden? Warum verfestigte sich in Sowjetrussland schließlich ein despotisches Regime, welches von der sozialistischen Zielsetzung immer weiter abrückte?

Diese und weitere Fragen stellen sich, wenn man begreifen will, warum auch im nach-stalinistischen Sowjetreich kein Weg gefunden wurde, sich aus der wirtschaftlichen Stagnation herauszuarbeiten und eine tatsächliche Alternative zum Kapitalismus zu begründen.  

 

Dr. Gerald Munier (Jg. 1951) war langjähriger Chefredakteur der Fachzeitschrift „Alternative Kommunalpolitik“ und ist Lehrbeauftragter für Geschichtsdidaktik an der Universität Bielefeld.

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Vortrag

 

Dienstag, 28. Nov. 2017  20 Uhr   Eintritt frei

 

Syrien: Werden nach dem Rückzug von IS nun endlich die Waffen schweigen? 

 

mit Prof. Dr. Karin Kulow, Berlin

 

Der Vortrag wird von der Syrieninitiative Ostwestfalen Lippe und Attac Bielefeld angeboten.

 

Bereits seit reichlich sechs Jahren tobt auf syrischem Boden ein fürchterlicher Vernichtungskrieg. Hunderttausende haben ihn mit dem Leben bezahlt. Millionen von Menschen haben Ihr Hab und Gut verloren. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht, darunter auch nach Deutschland. Ganze Städte liegen in Schutt und Asche. Unterschiedlichste Akteure, staatliche wie nichtstaatliche, suchen ihre Interessen zu Lasten dieses einst stabilen Landes durchzusetzen. Wie stellt sich die inzwischen veränderte militär-strategische Lage dar? Welche Chancen bestehen für eine dauerhafte Waffenruhe und die ernsthafte Suche nach einer tragfähigen politischen Lösung? Diesen und anderen Fragen zur aktuellen Interessenlage der verschiedensten Akteure soll im Vortrag nachgegangen werden.

 

Prof. Dr. Karin Kulow aus Berlin ist Arabistin, Islamwissenschaftlerin und Syrienexpertin.

 

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DIe drei Autor/Innen der Tentakel - Herbstlesung (s.o.)

 

Sibylle Prins

Sie ist Sonderpädagogin und seit 1991 in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener tätig, sie ist Mitbegründerin des Bielefelder Psychoseseminars und des 1993 gegründeten Vereines Psychiatrie-Erfahrener Bielefeld e.V., dessen Vorsitzende sie von 1999 bis Ende 2013 war. Sibylle Prins schreibt über Alltägliches und Phantastisches, über Gefühle, Gedanken und auch über Politik, vor allem aber über tabuisierte Themen wie Erfahrungen mit Psychose und Psychiatrie; Letzteres  ist denn auch ihr thematischer Schwerpunkt. Ihre Texte sind in verschiedenen Publikationen erschienen.

Mit einer gelungenen Mischung aus Lyrik und Prosa wird sie ihr Publikum erfreuen und nachdenklich machen.

 

Artur Rosenstern

hat schon einen weiten Weg hinter sich, biografisch und literarisch. Er ist geboren in Kasachstan in der damaligen UdSSR. Erst spät, mit über 20 Jahren, übersiedelte er nach Deutschland,  studierte dort zunächst Musik,  Medienwissenschaften und Geschichte und arbeitete dann freiberuflich in einem Münchner Musikverlag.. Seine Texte veröffentlichte er überwiegend in Anthologien und Literaturzeitschriften. Er war zuletzt Preisträger des Berliner Federleicht-Schreibwettbewerbs 2013 und des Leverkusener Short-Story-Preises 2015. Sein Buch „Planet Germania“  ist 2015 im M. FuchsVerlag neu erschienen. Er ist Mitglied im VS (NRW).

Einen Auszug aus diesem Buch, das den vielsagenden Untertitel „Über die Chance fremd zu sein“ träg, wird Artur Rosenstern lesen. Als in Kasachstan Geborener weiß er, wovon er spricht.  Er wird  sodann seine Lesung  mit ausgewählten Gedichten aus seinem Lyrikband „Schmerz-Wort-Tropfen“ abschließen.

 

Birgitta M. Schulte war Redakteurin an pädagogischen Zeitschriften, später Hörfunk-Autorin in den Themenbereichen Bildung, Frauen, Umwelt und Archäologie. Sie hat Sachbücher veröffentlicht und schreibt jetzt kurze Geschichten, die zum Teil in Tentakel veröffentlicht wurden. Birgitta M. Schulte lebt in Detmold.

(Birgitta M. Schulte schreibt, wenn sie darf. Gut schreibt sie, wenn es sie drängt. Wenn die Umgebung still und schön ist. Wenn Platz ist für Phantasie.

Ihre Geschichten entstehen aus der Beobachtung des Alltags, mit dem Blick auf Nachbarn und Fußgängerinnen.)

Begegnungen sind Birgitta M. Schultes Thema . „Grüne Begegnungen“ wie ein Titel sagt, Begegnungen mit Kunst, Begegnungen Unbekannter im Hotel oder die verhinderte Begegnung zweier Frauen, die denselben Mann lieben. „Begegnungen waren das im Leben, was ihr am meisten Lust machte.“, sagt eine ihrer Figuren. Sie hat es der Autorin wohl von den Lippen abgelesen.