Krimilesung

Endstation Siegfriedplatz

 

mit Matthias Löwe

Mittwoch, 7.10.2015  20.00 Uhr

 

Der Protagonist ohne Vornamen heißt Bröker oder kurz »B«. Bereits zwei Mal konnte er der Bielefelder Polizei bei der Ermittlungsarbeit behilflich sein; besser gesagt, deren Arbeit erledigen So wird Bröker auch gerne der »Mister Marple von der Sparrenburg« genannt, wo er eine Stadtvilla bewohnt. Da ihm zudem seine Eltern ein ausreichendes Vermögen hinterließen, kann der Mittvierziger als Privatier sein Dasein fristen.

Endstation Siegfriedplatz

Nach einem sensationellen Sieg der Arminia sitzt Bröker zufrieden auf dem Siegfriedplatz bei einem großen Glas Weizen und genießt den Spätsommer. Doch die lauschige Stimmung wird jäh unterbrochen. Eine in Tränen aufgelöste Mutter vertraut dem wildfremden Bröker ihr Baby an und verschwindet. Als Bröker erfährt, dass der Vater des kleinen Julian ermordet wurde, regt sich der detektivische Spürsinn des eigentlich so gemütlichen Privatiers. Und schon steckt der Mr. Marple von der Sparrenburg wieder mittendrin in einem spannenden Kriminalfall. Bröker im Einsatz: eigenwillig und mit Humor löst er auch seinen neuen Fall!

 

Matthias Löwe geboren 1964 in Löhne (Westfalen), studierte Mathematik und Physik. Seit 2003 ist er Professor für Mathematik in Münster. Koautorin ist Lisa Glauche. Sie wurde 1980 in Oldenburg (Niedersachsen) geboren, studierte Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und arbeitet jetzt als  Projekt-assistentin in Berlin.

Gemeinsam bisher erschienen:

Tod an der Sparrenburg und: Campusmord in Bielefeld.

Crimetime_Okt_2015--Loewe.pdf
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Vortrag und Gespräch

 

Das Elend der Vergangenheit - Zur generationsübergreifenden Weitergabe von NS-Erziehungsmustern am Beispiel der Fürsorgeerziehung in "Freistatt".

 

mit Anja Röhl, Berlin

Dienstag, 27. Okt. 2015  20.00 Uhr

 

Der Kinofilm "Freistatt" hat besonders in Bielefeld mit seiner speziellen Beziehung zur Anstalt Bethel große Beachtung gefunden. Die Einrichtung "Freistatt" im Kreis Diepholz galt in den 1950er und 1960er Jahren als eine der härtesten Einrichtungen der Jugendfürsorgeerziehung in Deutschland. Die menschenverachtende Fürsorgeerziehung der Nachkriegszeit war allerdings keine einzigartige Erscheinung. Sie spiegelte Erziehungswerte und Erziehungsverhalten in fast allen gesellschaftlichen Bereichen in denen erzieherisches Handeln stattfand. Und sie hatte ihren Ursprung zum großen Teil in den Erziehungsvorstellungen des faschistischen Deutschland.  Erziehungswerte und Erziehungsverhalten derjenigen Generation, die zur Zeit der faschistischen Herrschaft in Deutschland groß wurde, wirkte somit bis weit in die Nachkriegszeit hinein. Spuren davon sind auch heute noch zu erkennen und zu benennen. Anja Röhl teilt mit ihrer Stiefmutter Ulrike Meinhof, die sich während ihrer journalistischen Tätigkeit in den 1960er Jahren mit dem Thema Heimerziehung intensiv beschäftigte, die Empörung über diese Zustände. Am Beispiel der Fürsorgeerziehung entwickelt Anja Röhl ihre Überlegungen und Erkenntnisse zu den Erscheinungsformen und generationsübergreifenden Kontinuitäten von menschenfeindlichem Erziehungsverhalten.

 

Anja Röhl, geboren 1955 in Hamburg, Erster Beruf: examinierte Krankenschwester, später Studium: Germanistik, Psychologie, Sonderpädagogik und Kunst. Arbeit als freie Dozentin und Theaterrezensentin für die Tageszeitung Junge Welt und Ossietzky, zahlreiche Veröffentlichungen. Drei Kinder.

Röhl-NS-Erziehungsmuster.pdf
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Vortrag und Gespräch

 

Rebellisches Bielefeld - Zur Geschichte der Bewegungslinken in Bielefeld

mit Andreas Schüßler, Bielefeld

Mittwoch, 28.10.2015   20.00 Uhr