Buchvorstellung und Vortrag

 

Dienstag, 5. September 2017   20 Uhr   Eintritt frei

 

"Europa geht auch solidarisch!  Alternativen für eine andere Europäische Union"

 

mit Prof. Dr. Mechthild Schrooten, Volkswirtschaftlerin an der Universität Bremen

 

Wettbewerb und Solidarität sind zwei wichtig ökonomische Prinzipien. In den letzten Jahrzehnten wurde der Wettbewerb zum wichtigsten Wachstumsmotor erklärt. Dies gilt auch in Europa. Längst jedoch ist die Mitgliedschaft in der EU kein Wohlstandsgarant mehr. Im europäischen Wettbewerb gibt es immer mehr Verlierer. Die Ausgestaltung der Europäischen Union muss vollständig neu überdacht werden.
Dabei spielt die Diskussion um den nationalstaatlichen Einfluss eine zunehmend wichtigere Rolle. Aufgrund der tiefgreifenden Defizite der Maastrichter Wirtschafts- und Währungsunion und des ökonomischen und sozialen Kahlschlags, den die europäische Austeritätspolitik vor allem in Südeuropa angerichtet hat, sehen linke und rechte Kritikerinnen und Kritiker oft nur noch eine Lösung: Rückkehr zum Nationalstaat bzw. Auflösung oder Rückbau des Euros.

Die aktuelle Streitschrift „Europa geht auch solidarisch“ – stellt stattdessen dem neoliberalen Wettbewerbsmodell zahlreiche alternative Ideen gegenüber. Diese Ideen und Maßnahmen zielen auf die Lebensbedingungen der Menschen. Dabei spielt die Neuordnung von Geld, Vermögen und deren Verteilung eine große Rolle. Die zentrale Botschaft lautet also: Die EU und der Euro lassen sich reformieren.

Die wichtigsten Aussagen der Streitschrift und des aktuellen "Memorandum 2017" der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik werden am heutigen Abend von der kompetenten Referentin vorgestellt. (s.a. www.alternative-wirtschaftspolitik.de)

 

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Freitag,  22. September 2017   20 Uhr    Eintritt frei

 

Öffentliche Diskussionsveranstaltung  des Humanistischen Gesprächskreises Bielefeld  

 

„Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen - Humanismus und moderner Islam"


In der Bürgerwache am Siegfriedplatz, Raum 107 – Rolandstr. 16, Bielefeld                                                 

mondo unterstützt diese Veranstaltung und ist mit einem Büchertisch vertreten

 

Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen.
(Goethe)

 

Seit ein paar Jahren ist das Thema „Islam“ ein Dauerbrenner in den Medien, und das Bild vom Islam ist leider oft genug negativ geprägt. Doch was macht den Islam wirklich aus? Was haben der moderne Humanismus und der moderne Islam in Europa gemeinsam? Gibt es möglicherweise eine Essenz im Islam, die man humanistisch nennen könnte? Und kann der moderne Humanismus dazu beitragen, diese freizulegen?

Diese Fragen wollen wir mit islamischen Bielefelderinnen und Bielefeldern diskutieren. Wir haben Vertreter vom Bündnis islamischer Gemeinden eingeladen, darüber mit uns zu sprechen. Aber auch Vertreter der ezidisch-kurdischen Community werden am Gespräch teilnehmen. Moderiert wird das Gespräch von Klaus Rees.

Der Humanistische Gesprächskreis ist eine Gruppe Bielefelder Humanistinnen und Humanisten. Unser Ziel ist es, humanistische Perspektiven in einer breiteren Öffentlichkeit zugänglicher zu machen. Einmal im Quartal treffen wir uns mit Interessenten und diskutieren aktuelle Fragestellungen aus humanistischer Sicht. Dabei suchen wir eine Mischung zwischen persönlichem Austausch und der Suche nach gesellschaftlichen Handlungsmöglichkeiten.

 

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Donnerstag, 28. September 2017   20 Uhr   Eintritt frei

 

Autorenlesung

 

Andreas Kollender:    Von allen guten Geistern

 

Eine Veranstaltung von mondo und dem Bielefelder Verlag Pendragon

 

Im Sommer 1864 verkaufte ein Mann Zwangsjacken. Es war heiß auf dem Marktplatz am Heiligengeistfeld vor den Toren Hamburgs. Die Menschen bestaunten seine seltsame Ware. Der Mann kam aus der Heil- und Irrenanstalt Friedrichsberg. Er war kein Patient. Er war der Leiter. Am Abend des Tages lachte der Mann Fanny Nielsen an und sagte, es sei keine einzige Jacke übrig geblieben. Nicht eine. Er habe den Zwang verkauft. Fanny Nielsen, einer Schauspielerin, gefiel diese Formulierung. Sie legte dem Mann eine Hand auf den Unterarm. Bald darauf kam es zu einem Unglück.

Andreas Kollender hat sich beim Schreiben von dem historischen Ludwig Meyer inspirieren lassen, einem kämpfe­rischen Psychiater, der seiner Zeit weit voraus war. Meyer, der die Wirren der 1848er-Revolution miterlebt hat, lehnte jegliche Form der Unterdrückung ab und wollte die Welt nicht nur für seine Patienten besser machen. Kollender hat einen brillanten Roman über einen humanen Reformer und dessen Leidenschaft für die freiheitsliebende Fanny geschrieben.

 

Andreas Kollender 

wurde in Duisburg geboren, studierte in Düsseldorf Germanistik und Philosophie und arbeitete nebenbei auf dem Bau, im Einzelhandel und in einer Szenekneipe. Seit 1995 lebt er als freier Autor in Hamburg und leitet Kurse für literarisches Schreiben. Dazwischen immer wieder Reisen nach Nord­afrika, Asien, Mittelamerika und Europa, die sich eindrücklich in seinen Romanen widerspiegeln.
2015 erschien bei Pendragon der Roman »Kolbe«, der 2017 als Übersetzung in den USA veröffentlicht wird.

 

Nach ›Kolbe‹ gelingt Kollender mit ›Von allen guten Geistern‹ der nächste große Wurf!

 

http://www.pendragon.de/book/von-allen-guten-geistern/