Donnerstag, 12. September 20.00 Uhr

Alternativen zur herrschenden Wirtschaftspolitik – Das Memorandum 2013 und wirtschaftspolitische Handlungsoptionen heute

mit Prof. Dr. Mechthild Schrooten, Wirtschaftswissenschaftlerin aus Bremen

In der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe) arbeiten Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an der Entwicklung wirtschaftspolitischer Vorschläge und Perspektiven, die sich an der Sicherung sinnvoller Arbeitsplätze, der Verbesserung des Lebensstandards und dem Ausbau des Systems der sozialen Sicherheit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie wirksamer Umweltsicherung in der Bundesrepublik orientieren. Die Arbeitsgruppe legte erstmals im November 1975 ein Memorandum für eine wirksame und soziale Wirtschaftspolitik vor. Seit 1977 wird in jedem Jahr zum 1. Mai ein Memorandum für eine alternative Wirtschaftspolitik veröffentlicht.

Im Memorandum 2013 werden Wirtschafts- und Sozialpolitik der Bundesregierung analysiert, kritisiert und Alternativen zur herrschenden Politik aufgezeigt. Angesichts der anhaltenden Instabilität der wirtschaftlichen Situation in der Weltwirtschaft und im Euroraum soll auch auf die jüngsten Probleme und Handlungsmöglichkeiten eingegangen werden.

Mittwoch, 18. September 20.00 Uhr

Albert Camus und der Anarchismus

mit Lou Marin, Camus-Experte und Übersetzer aus Marseille

Der französische Schriftsteller und Nobelpreisträger Albert Camus wurde 1913 in Algerien geboren. Sein Geburtstag jährt sich im November diesen Jahres zum 100sten Mal. Dieser Anlaß soll nicht nur dem Gedenken, sondern mit dieser Veranstaltung auch der Frage nach seiner Bedeutung für unsere Zeit gewidmet sein. Albert Camus und viele seiner Veröffentlichungen sind nach wie vor generationenübergreifend populär.

Als politisch denkender Autor war er kein naiver Anti-Kommunist, kein simpler Prediger des Anti-Totalitarismus - er war ein nicht-marxistischer, ein libertärer Sozialist. Seine Kritik bezog sich sowohl auf die staatskommunistischen Gesellschaften als auch auf die kapitalistischen Gesellschaften der westlichen Welt. In der deutschsprachigen Rezeption der Werke von Albert Camus werden in der Regel die vielfältigen Beziehungen und Kontakte zur anarchistischen und anarchosyndikalistischen Bewegung unterschlagen. Lou Marin stellt uns diesen vergessenen libertären Camus vor. Albert Camus, der sich selbst nicht als Anarchist bezeichnet hat, hat regelmäßig für anarchistische Zeitschriften und Zeitungen geschrieben und immer wieder positiven Bezug auf die libertäre Bewegung genommen. Zudem beteiligte er sich an zahlreichen anarchistisch-antimilitaristischen Kampagnen.

Im Mittelpunkt des Vortrages stehen sowohl diese vielfältigen Verbindungslinien als auch die Gewaltkritik von Camus und seine Auseinandersetzung mit der Gewalt revolutionärer Bewegungen. Hervorzuheben ist hierbei der Konflikt mit Jean-Paul Sartre.

 

Lou Marin ist Mitherausgeber des Verlags Graswurzelrevolution und Übersetzer

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Mittwoch, 25. September 2013

S p ä t l e s e bei mondo 19.00 bis 22.00 Uhr

Wie schon einige Male laden wir Sie an diesem Abend wieder für ein paar Stunden zur „Spätlese“ ein. Nach Geschäftsschluss. In aller Ruhe. Ohne lästige Buchhändler, ohne Telefongeräusche. Wir schließen Sie zwischen den Büchern ein ( natürlich nur symbolisch) und Sie genießen einen Abend lang unser Literaturangebot bei einem Glas Wein und einigen kleinen Leckerbissen. Stöbern Sie in den Neuerscheinungen oder entdecken Sie einen neue/n AutorenIn, sammeln Sie einen Turm voller Bücher und setzen sich in eine stille Ecke. Da lesen hungrig und durstig macht, sorgen wir für Ihr leibliches Wohl – mit einem Schluck Wein oder Wasser, mit einem Happen Käse oder einem Keks. Und alles ohne Ihre Buchhändler/In, denn die halten sich im Hintergrund.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich daher vorher an.

Als Kostenbeitrag erbitten wir einen kleinen Betrag nach Selbsteinschätzung.

kontakt@mondo-bielefeld.de oder Tel. 0521-64163