Donnerstag, 23. 5.2013   20.00 Uhr



Moses Hess – Leben und Werk


Vortrag mit dem Historiker Volker Weiss, Hamburg

 

 

Es geht um Moses Hess, radikaler Antikapitalist, glühender Europäer, Visionär eines universellen, egalitären Staates Israel. Auf seinen Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in Köln ließen 1903 Genossen meißeln: „Vater der deutschen Sozialdemokratie“. Da muss, könnte man meinen, reichlich Vatermord geschehen sein. Denn wenn Moses Hess gegen Ehe, Erbschaft, Adel, Kirche, Privateigentum und Preußen wetterte, dann wackelten die Wände. Vielleicht waren seine Theorien nicht immer systematisch, aber hellsichtig war er oft, besonders, wenn er den Antisemitismus, der ihm von rechts und von linken Weggefährten entgegen schlug, analysierte. Auch das machte ihn zu einem der ersten Verfechter eines jüdischen Staats.

Der Hamburger Historiker Volker Weiss hat ein Programm zu dem vor 200 Jahren – im Jahre 1813 - geborenen und heute fast vergessenen „Roten Rabbi“ zusammen gestellt. Er lässt ihn mit Zeitgenossen disputieren. Auf unserer Veranstaltung wird er wichtige Stationen seines Lebens und seine Gedanken vorstellen.

 

In Kooperation mit Deutsch-Israelische Gesellschaft Bielefeld e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung NRW e.V.

 

Eintritt frei